
Geographie:
Fläche: 181.040 km2
Hauptstadt: Phnom Penh Kambodscha
Bevölkerung:
Einwohner: 13,1 Mio. (Juli 2003)
Bevölkerungswachstum: 1,8 % (2003)
Lebenserwartung: 57,5 Jahre (2003)
Durchschnittsalter: 19,2 Jahre
Alphabetisierung: 69,9 %
Religion: 95 % Buddhistisch, 2,4 % moslemisch, 2,4 % andere
Ethnische Gruppen: 90 % Khmer,
5 % Vietnamesen, 1 % Chinesen, 4 % andere
Politik:
Staatsname: Königreich Kambodscha
Staatsform: Konstitutionelle Monarchie (demokratisch seit September
1993)
Staatschef: König Norodom Sihanouk (seit September 1993)
Regierungschef: Premierminister Hun Sen (seit November 1998)
Geschichte:
Als Begründer des ersten Khmer-Staates gilt Jayavarman II., der im 8.
Jh. regierte. Er gründete eine neue Hauptstadt in der Nähe des Sees
Tonle Sap und wurde damit zum Gründer des Angkor Reiches, welches in
den folgenden Jahrhunderten reich und mächtig war.
Von 1863 bis 1953 herrschten die Franzosen als Kolonialherren in Kambodscha.
Sie verließen das Land 1954 nach dem verlorenen Indochinakrieg und König Sihanouk
konnte wieder selbständig regieren. Ende der 60iger Jahre wurde Kambodscha
in den Vietnamkrieg verwickelt und von den USA sowie vom Vietnam in der Folge
bombardiert. 1970 wurde König Sihanouk von Lon Nol gestürzt, welcher
die Monarchie abschaffte. 1975 gelangten die Roten Khmer unter Pol Pot an
die Macht. Sie evakuierten die Bevölkerung Phnom Penhs, welche aufs Land
ziehen musste. Ziel war es, Kambodscha in einen Agrarstaat zu verwandeln.
Schätzungen zufolge fanden unter der Herrschaft Pol Pots von 1975 bis
1979 bis zu drei Millionen Menschen den Tod durch Hinrichtungen und die extremen
Bedingungen während der Zwangsarbeit. Das Terrorregime wurde 1979 von
den Vietnamesen vertrieben, doch der Bürgerkrieg in den Provinzen ging
weiter. Die Roten Khmer kämpften nun im Untergrund. Erst 1991 wurde von
den Bürgerkriegsparteien ein Friedensvertrag unterzeichnet. Sihanouk
wurde 1993 wieder König. Nachdem 1998 Pol Pot gestorben war und sich
die letzten Kader der Roten Khmer der Regierung gestellt hatten, herrschte
wieder Frieden im Land. Doch die Spuren des Krieges sind immer noch sichtbar
an den von Minen verstümmelten Menschen. Mehrere Millionen Minen sind
bis heute nicht entschärft.